Kurze Antwort: Bruttomarge = (Preis − Kosten) ÷ Preis × 100. Ein Artikel für 80 € mit 52 € Kosten bringt 28 € Rohertrag, eine Marge von 35,00 % und einen Aufschlag von 53,85 %. Für eine Zielmarge gilt: Preis = Kosten ÷ (1 − Marge).
So funktioniert der Margenrechner
- Rohertrag = Preis − Kosten
- Bruttomarge in % = Rohertrag ÷ Preis × 100
- Aufschlag in % = Rohertrag ÷ Kosten × 100
- Preis für eine Zielmarge = Kosten ÷ (1 − Ziel ÷ 100)
Bruttomarge = (Preis − Kosten) ÷ Preis × 100Die Marge bezieht sich auf den Preis, der Aufschlag auf die Kosten.Weil die Marge durch die größere Zahl teilt, ist sie beim selben Verkauf immer niedriger als der Aufschlag und kann nie 100 % erreichen.
Rechenbeispiele
Ein Produkt: 80 € Preis, 52 € Kosten
- Rohertrag: 80 € − 52 € = 28,00 €
- Marge: 28 € ÷ 80 € × 100 = 35,00 %
- Aufschlag: 28 € ÷ 52 € × 100 = 53,85 %
- Probe: 52 € ÷ (1 − 0,35) = 80,00 €
Ergebnis: 35,00 % Marge, 53,85 % Aufschlag
Ein ganzes Quartal: 450.000 € Umsatz, 315.000 € Wareneinsatz
- Rohertrag: 450.000 € − 315.000 € = 135.000 €
- Marge: 135.000 € ÷ 450.000 € × 100 = 30,00 %
- Aufschlag: 135.000 € ÷ 315.000 € × 100 = 42,86 %
Ergebnis: 30,00 % Bruttomarge
Das Quartalsbeispiel stammt aus unserem Ratgeber zur Berechnung der Bruttomarge.
Umrechnungstabelle Marge in Aufschlag
So wird aus einer Zielmarge der nötige Aufschlag und Preis. Die Preise gelten für einen Artikel mit 100 € Kosten.
| Bruttomarge | Aufschlag | Preis bei 100 € Kosten | Rohertrag |
|---|---|---|---|
| 10 % | 11,11 % | 111,11 € | 11,11 € |
| 15 % | 17,65 % | 117,65 € | 17,65 € |
| 20 % | 25,00 % | 125,00 € | 25,00 € |
| 25 % | 33,33 % | 133,33 € | 33,33 € |
| 30 % | 42,86 % | 142,86 € | 42,86 € |
| 40 % | 66,67 % | 166,67 € | 66,67 € |
| 50 % | 100,00 % | 200,00 € | 100,00 € |
| 60 % | 150,00 % | 250,00 € | 150,00 € |
Wer einen Margenrechner nutzt
- Händler und Onlineshops, die Preise so setzen, dass Wareneinsatz und Gemeinkosten gedeckt sind.
- Hersteller, die prüfen, ob sich Produkte bei steigenden Kosten noch rechnen.
- Dienstleister und Freiberufler, die Aufträge gegen die direkten Kosten kalkulieren.
- Gründer und Controller, die Margen über Produkte, Zeiträume oder Lieferanten vergleichen.
Nicht enthalten: Miete, Marketing, Gehälter außerhalb der Produktion, Zinsen und Steuern. Der Rechner zeigt nur die Bruttomarge, nicht den Gewinn. Zu den Kosten siehe den Ratgeber zum Wareneinsatz. Rechnen Sie mit Nettopreisen ohne Mehrwertsteuer.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Marge aus Preis und Kosten?
Ziehen Sie die Kosten vom Preis ab, um den Rohertrag zu erhalten, teilen Sie durch den Preis und multiplizieren Sie mit 100. Ein Artikel für 80 € mit 52 € Kosten hat eine Bruttomarge von 35 %.
Wie finde ich den Verkaufspreis für eine Zielmarge?
Teilen Sie die Kosten durch eins minus die Zielmarge als Dezimalzahl. Für 35 % Marge bei 52 € Kosten: Preis = 52 € ÷ 0,65 = 80 €.
Warum ist mein Aufschlag höher als meine Marge?
Beide nutzen denselben Rohertrag, aber der Aufschlag teilt durch die Kosten und die Marge durch den Preis. Bei einem profitablen Verkauf sind die Kosten kleiner als der Preis, also ist der Aufschlag immer der höhere Prozentsatz.
Kann die Marge 100 % oder mehr betragen?
Nein. 100 % Marge würde bedeuten, dass der Artikel nichts gekostet hat. Der Aufschlag kann über 100 % liegen, die Marge bleibt bei Kosten über null immer darunter.
Gebe ich einen Artikel oder den Gesamtumsatz ein?
Beides geht, solange Preis und Kosten dasselbe abbilden: ein Stück für die Preiskalkulation oder Gesamtumsatz und gesamter Wareneinsatz für einen Monat oder ein Quartal.
Was bedeutet eine negative Marge?
Die Kosten sind höher als der Verkaufspreis, jeder Verkauf verliert also schon vor den Gemeinkosten Geld.
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Hinweis zur Genauigkeit: Der Rechner wendet die Standardformeln für Rohertrag, Marge und Aufschlag auf Ihre Zahlen an. Allgemeine Information, keine Steuer- oder Buchhaltungsberatung.
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