Kurze Antwort: Leistungsgewicht = Gewicht ÷ Leistung. Ein Auto mit 200 PS und 1.300 kg hat 1.300 ÷ 200 = 6,5 kg/PS, das entspricht 154 PS pro Tonne oder rund 113 W/kg. Je weniger kg pro PS, desto besser beschleunigt das Fahrzeug.
Die Formel für das Leistungsgewicht
Leistungsgewicht = Gewicht ÷ LeistungKehrwert: Leistung ÷ Gewicht, z. B. PS pro Tonne oder W/kgEin Auto mit 200 PS und 1.300 kg
- 1.300 kg ÷ 200 PS = 6,5 kg/PS
- 200 PS ÷ 1,3 t = 154 PS pro Tonne
- 200 PS × 735,5 W = 147,1 kW
- 147.100 W ÷ 1.300 kg ≈ 113 W/kg
Ergebnis: 6,5 kg/PS
Das Leistungsgewicht wird in Deutschland meist in kg/PS angegeben; in der Technik ist W/kg üblich, weil es eine reine SI-Größe ist.
Einheiten des Leistungsgewichts und ihre Umrechnung
| Einheit | Verwendet von | Bedeutung |
|---|---|---|
| kg pro PS | Deutsche Autotests, Fahrzeugdaten | Kilogramm je PS (weniger ist besser) |
| PS pro Tonne | Europäische Fachpresse | PS je 1.000 kg |
| kg pro kW | Motorrad-Führerschein A2 | Kilogramm je kW (weniger ist besser) |
| W/kg | Radsport, Technik | Watt je Kilogramm |
| hp pro US-Tonne | US-Autotests | hp je 2.000 lb |
| lb pro hp | US-Enthusiasten | Pfund je hp (weniger ist besser) |
Warum das Leistungsgewicht mehr sagt als die PS-Zahl
Ein schweres Auto mit großem Motor kann langsamer sein als ein leichtes mit schwächerem. Das Leistungsgewicht erfasst beide Seiten dieses Kompromisses.
Auto A gegen Auto B
- Auto A: 300 PS, 1.800 kg = 6,0 kg/PS
- Auto B: 220 PS, 1.200 kg = 5,5 kg/PS
Ergebnis: Auto B beschleunigt meist stärker
Typische Leistungsgewichte
| Fahrzeugtyp | PS pro Tonne | kg pro PS |
|---|---|---|
| Sparsamer Alltagswagen | 95 – 125 | 8 – 10,5 |
| Hot Hatch, sportliche Limousine | 145 – 200 | 5 – 7 |
| Sportwagen | 200 – 335 | 3 – 5 |
| Supersportwagen | 390 – 560 | 1,8 – 2,6 |
| Hypercar | 725 – 780 | 1,3 – 1,4 |
| Supersport-Motorrad (1.000 cm³) | 780 – 1.000 | 1,0 – 1,3 |
Für den Motorradführerschein A2 gelten höchstens 35 kW und höchstens 0,2 kW/kg (also mindestens 5 kg/kW). Radfahrer halten eine Stunde lang etwa 2 bis 3 W/kg als Freizeitfahrer, 4 bis 4,5 als starke Amateure und 5,5 bis 6,5 als Profis.
Tipps für ein genaues Ergebnis
- Leergewicht aus den Fahrzeugpapieren nutzen (Feld G, inklusive 75 kg Fahrer), nicht das Trockengewicht.
- Motorleistung mit Motorleistung vergleichen, nicht mit gemessener Radleistung.
- Fahrergewicht einrechnen bei Fahrrädern und Motorrädern.
- In denselben Einheiten vergleichen.
Häufige Fragen
Was ist ein gutes Leistungsgewicht?
Bei einem Straßenauto wirken etwa 5 bis 7 kg/PS (145 bis 200 PS pro Tonne) spritzig, unter 3 kg/PS beginnt der Sportwagenbereich. Was passt, hängt vom Einsatzzweck ab.
Wie berechne ich kg pro PS?
Teilen Sie das Gewicht in kg durch die Leistung in PS. Ein Auto mit 1.500 kg und 150 PS hat 10 kg/PS; weniger ist schneller.
Was ist der Unterschied zwischen kg/PS und PS pro Tonne?
Sie sind Kehrwerte. Bei PS pro Tonne ist mehr besser, bei kg/PS weniger.
Soll ich Motor- oder Radleistung verwenden?
Beides, solange Sie einheitlich bleiben. Die Radleistung ist wegen der Verluste im Antriebsstrang niedriger.
Wie komme ich auf W/kg?
Multiplizieren Sie die PS mit 735,5 für Watt (bzw. kW × 1.000) und teilen Sie durch das Gewicht in kg. 200 PS bei 1.300 kg ergeben etwa 113 W/kg.
Verschlechtert mehr Gewicht immer das Leistungsgewicht?
Ja, sofern die Leistung nicht mitsteigt. Deshalb sparen Tuner Gewicht ein, oft günstiger als mehr Leistung.
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Hinweis zur Genauigkeit: Jede Umrechnung wird aus der Formel neu berechnet (1 PS = 735,5 W, 1 hp = 745,7 W). Herstellerangaben zu Gewicht und Leistung variieren nach Ausstattung und Messmethode, prüfen Sie wichtige Werte anhand der offiziellen Daten.
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